Nahtmaterial
Nahtmaterial für die chirurgische Wundnaht: Ethilon und Prolene monofil, Vicryl, PDS und Mersilene, nicht resorbierbar und resorbierbar mit angeschweißter Nadel in USP 4/0 bis 2/0, auf Rechnung bestellen.
Nahtmaterial im Sortiment: Fäden und Nadeln
Nahtmaterial verschließt Wunden und Gewebe und besteht aus dem Faden mit angeschweißter, atraumatischer Nadel. Wir führen die etablierten Marken: Ethilon monofiles Nylon und Prolene monofiles Polypropylen als nicht resorbierbare Fäden für die Hautnaht, Vicryl und PDS als resorbierbare Fäden für die Naht innerer Schichten, Mersilene und Ti-Cron für besondere Indikationen. Die Fäden gibt es in den Stärken von USP 4/0 über 3/0 bis 2/0 mit passender Nadel wie FS und PS in verschiedenen Größen und Krümmungen. Die Fadenlänge beträgt meist 45 cm. Resorbierbares Nahtmaterial, Wundnahtstreifen und Gewebekleber stehen in den Nachbarkategorien. Die angeschweißte Nadel ist im sterilen Verbund mit dem Faden einzeln verpackt und sofort einsatzbereit.

Resorbierbar oder nicht, monofil oder geflochten
Zwei Eigenschaften bestimmen die Wahl. Nicht resorbierbare Fäden wie Ethilon und Prolene bleiben dauerhaft und werden nach der Heilung gezogen; sie sind der Standard für die Hautnaht, weil sie reaktionsarm sind und eine feine Narbe erlauben. Resorbierbare Fäden wie Vicryl und PDS werden vom Körper abgebaut und müssen nicht gezogen werden; sie nähen Unterhaut, Muskulatur und Schleimhaut, wo ein Ziehen nicht möglich ist. Monofile Fäden aus einem Strang gleiten glatt durchs Gewebe, bieten Bakterien wenig Angriffsfläche und werden für Haut und Gefäße bevorzugt; geflochtene Fäden halten den Knoten besser, ziehen aber leichter Keime, weshalb sie in kontaminierten Bereichen zurückhaltend eingesetzt werden. Für Kinder und ängstliche Patienten sind resorbierbare Hautfäden und Wundnahtstreifen im Vorteil, weil der oft belastende Fadenzug entfällt.
Fadenstärke und Nadel richtig wählen
Die Fadenstärke folgt der USP-Skala: Je mehr Nullen, desto dünner der Faden. 4/0 und 5/0 sind fein für Gesicht und Hand, wo die Narbe zählt, 3/0 ist der Allrounder für die Körperhaut, 2/0 und stärker für Faszien und Zugbelastung. Die Nadel wird zum Gewebe gewählt: schneidende Nadeln wie FS für die feste Haut, runde Nadeln für weiches Gewebe und Gefäße; die Krümmung, meist 3/8 oder 1/2 Kreis, folgt der Zugänglichkeit. Die atraumatische, angeschweißte Nadel zieht den Faden ohne Stufe durch und schont das Gewebe. Wer Stärke, Faden und Nadel zum Eingriff passend wählt, erzielt eine sichere Naht und eine gute Narbe. Ein gut sortierter Nahtwagen hält die gängigen Stärken mit passender Nadel griffbereit, damit für jede Wunde das richtige Material bereitliegt.
Nahttechnik und Fadenzug
Die Naht wird unter aseptischen Bedingungen nach der KRINKO-Empfehlung zur Prävention postoperativer Wundinfektionen gesetzt: Hautdesinfektion, steriles Abdecken, sterile Instrumente und Handschuhe. Die Einzelknopfnaht ist die häufigste Hautnaht, die Fortlaufnaht und die Intrakutannaht kommen je nach Wunde hinzu. Der Faden wird nur so fest geknüpft, dass die Wundränder adaptiert sind, ohne zu schnüren, weil zu straffe Nähte die Durchblutung stören. Nicht resorbierbare Hautfäden werden je nach Körperregion nach fünf bis vierzehn Tagen gezogen, im Gesicht früher, an Rücken und Gelenken später. Der Fadenzug erfolgt steril, das Nahtmaterial wird nach Gebrauch im Abwurfbehälter entsorgt. Die verwendete Fadenstärke, die Zahl der Stiche und der Zeitpunkt des Fadenzugs werden in der Behandlungsdokumentation festgehalten.
Norm, Lagerung und Hygiene
Chirurgisches Nahtmaterial ist ein steriles Einmalprodukt und Medizinprodukt nach der Verordnung (EU) 2017/745; die Fäden erfüllen die Anforderungen der Arzneibücher an Stärke, Reißkraft und Resorptionsverhalten. Die einzeln steril verpackten Fäden werden trocken und bei Raumtemperatur bis zum Verfallsdatum gelagert, resorbierbare Fäden reagieren empfindlich auf Feuchtigkeit. Angebrochene Sterilverpackungen werden nicht aufgehoben. Beim Umgang mit der Nadel gelten die Regeln zur Vermeidung von Nadelstichverletzungen nach TRBA 250, die gebrauchte Nadel kommt in den durchstichsicheren Abwurfbehälter. Die Auswahl des Nahtmaterials richtet sich nach Eingriff, Gewebe und ärztlicher Vorgabe.
Nahtmaterial, Klammern oder Kleber
Neben dem Faden stehen weitere Verfahren des Wundverschlusses bereit, die wir in den Nachbarkategorien führen. Das Hautklammergerät verschließt lange, gerade Hautschnitte schnell und wird vor allem in der Klinik bei Bauch- und Gelenkeingriffen genutzt. Wundnahtstreifen adaptieren oberflächliche, spannungsarme Wunden ohne Stich und eignen sich für kleine Schnitte, für Kinder und als Ergänzung nach dem Fadenzug. Gewebekleber verschließt kleine, saubere Wunden im Gesicht und bei Kindern ohne Nadel. Die Naht mit Faden bleibt der Standard für die meisten Wunden, weil sie die Ränder exakt adaptiert und die Spannung aufnimmt. Welches Verfahren passt, hängt von Lage, Größe, Spannung und Tiefe der Wunde ab und wird ärztlich entschieden.
Nahtmaterial kaufen: Stärken, Mengen und Lieferung
Im Shop lassen sich Nahtmaterialien nach Faden, Resorbierbarkeit, Stärke und Nadel filtern und auf Rechnung bestellen. Wer Nahtmaterial kaufen möchte, findet Fadenart, USP-Stärke, Nadeltyp und Fadenlänge am Artikel; Packungen zu 12 und 36 Stück senken den Stückpreis. Praxen halten die gängigen Hautfäden Ethilon und Prolene in 3/0 und 4/0 sowie einen resorbierbaren Faden vor. Für Praxen, Kliniken, ambulante Chirurgie und Notaufnahmen liefern wir gegen Rechnung mit Staffelpreisen. Ergänzend führen wir Resorbierbares Nahtmaterial, Wundnahtstreifen und Hautklammergeräte.
Häufige Fragen aus Praxis und Klinik
Resorbierbar oder nicht resorbierbar?
Nicht resorbierbare Fäden wie Ethilon und Prolene für die Hautnaht, die gezogen wird. Resorbierbare wie Vicryl und PDS für innere Schichten, die nicht gezogen werden können.
Was bedeutet die USP-Stärke?
Die Fadenstärke: Je mehr Nullen, desto dünner. 4/0 und 5/0 für Gesicht und Hand, 3/0 als Allrounder für Körperhaut, 2/0 und stärker für Faszien und Zugbelastung.
Monofil oder geflochten?
Monofile Fäden gleiten glatt und bieten Bakterien wenig Angriffsfläche, ideal für Haut und Gefäße. Geflochtene halten den Knoten besser, werden in kontaminierten Bereichen aber zurückhaltend eingesetzt.
Wann wird der Hautfaden gezogen?
Je nach Region nach fünf bis vierzehn Tagen, im Gesicht früher, an Rücken und Gelenken später. Der Fadenzug erfolgt steril.
Wo kann ich Nahtmaterial auf Rechnung kaufen?
In unserem Shop bestellen Praxen, Kliniken und ambulante Chirurgie Nahtmaterial auf Rechnung, mit Staffelpreisen bei Kartonabnahme.

























