Professionelle Hygiene für Unternehmen, Praxen und Einrichtungen
  • Kauf auf Rechnung für Einrichtungen
  • Über 6 Mio. verkaufte Produkte europaweit
  • Google 4,7 von 5

Inkontinenzprodukte

Inkontinenzmaterial für Pflegeeinrichtungen, Pflegedienste und die häusliche Versorgung: Inkontinenzeinlagen, Vorlagen mit Fixierhosen, Inkontinenzslips, Pants, Bettschutzunterlagen sowie Katheter, Darmrohre und Zubehör für die ableitende Versorgung. Welches Produkt zu welchem Schweregrad passt, wie die Verordnung läuft und was Hautschutz und Hygiene verlangen.

Die wichtigsten Kategorien

Weitere Kategorien

Aufsaugend oder ableitend: die zwei Versorgungswege

Aufsaugende Produkte nehmen Urin und Stuhl auf und werden gewechselt, ableitende Systeme leiten Urin über Katheter oder Kondomurinale in einen Beutel. Die Wahl richtet sich nach Form und Schweregrad der Inkontinenz, Mobilität, Hautzustand und Mitwirkung der Person.

Urinbeutel, Beinbeutel und Stechbecken finden Sie im Bereich Pflegebedarf.

Inkontinenzeinlagen ansehen

Verordnung und Kostenübernahme

Inkontinenzprodukte sind Hilfsmittel der gesetzlichen Krankenversicherung, gelistet in Produktgruppe 15 des Hilfsmittelverzeichnisses. Bei mindestens mittlerer Inkontinenz stellt der Arzt eine Verordnung aus; die Versorgung erfolgt über Vertragspartner der Krankenkasse, in der Regel als Monatspauschale mit einer gesetzlichen Zuzahlung von zehn Prozent, höchstens zehn Euro im Monat. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Versicherte Anspruch auf eine ausreichende, zweckmäßige Versorgung haben und Aufzahlungen für höherwertige Produkte freiwillig sind.

Pflegeeinrichtungen beschaffen Inkontinenzmaterial für Bewohner mit Verordnung über die Kassenverträge und halten für die Grundversorgung und für Zwischenbedarf eigene Bestände. Die Pauschale für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch nach § 40 SGB XI deckt Bettschutzeinlagen zum Einmalgebrauch, nicht aber Einlagen, Vorlagen und Pants.

Darmrohre ansehen

Ableitende Versorgung: Katheter und Darmrohre

Der intermittierende Einmalkatheterismus mit Nelaton- oder Tiemannkathetern ist bei neurogener Blasenentleerungsstörung die Versorgung der Wahl; er wird aseptisch mit hydrophil beschichteten oder gelierten Einmalkathetern durchgeführt. Dauerkatheter mit Ballon bleiben Situationen vorbehalten, in denen andere Verfahren nicht möglich sind, weil das Infektionsrisiko mit jedem Kathetertag steigt. Die KRINKO-Empfehlung zur Prävention katheterassoziierter Harnwegsinfektionen verlangt eine strenge Indikation, aseptische Technik beim Legen, ein geschlossenes Ableitungssystem und die tägliche Prüfung, ob der Katheter noch nötig ist.

Darmrohre dienen der Entlüftung und Entleerung des Darms und werden mit Gleitmittel eingeführt; Einmalprodukte in Größen nach Charrière. Alles ableitende Material ist steril und einzeln verpackt.

Urin- und Blasenkatheter ansehen

Häufige Fragen aus Praxis und Klinik

Welches Produkt bei leichter Inkontinenz?

Inkontinenzeinlagen in der eigenen Unterwäsche, bei mobilen Personen Pants. Vorlagen mit Fixierhose und Slips sind für mittlere bis schwere Inkontinenz gedacht.

Zahlt die Krankenkasse Inkontinenzmaterial?

Ja, bei mindestens mittlerer Inkontinenz mit ärztlicher Verordnung. Die Versorgung läuft über Vertragspartner der Kasse als Monatspauschale, die Zuzahlung beträgt zehn Prozent, höchstens zehn Euro im Monat.

Wie oft wird Inkontinenzmaterial gewechselt?

Nach Nässeindikator und individuellem Plan, in der Regel drei- bis fünfmal täglich und einmal nachts. Nach Stuhlgang sofort, verbunden mit Reinigung und Hautschutz.

Was hilft gegen wunde Haut bei Inkontinenz?

Regelmäßiger Wechsel, Reinigung mit pH-neutralen Produkten, Abtupfen statt Reiben, dünn aufgetragene Barrierecreme. Puder und fettende Salben sind ungeeignet, weil sie den Saugkern verschließen.

Nelaton oder Tiemann?

Nelatonkatheter haben eine gerade, abgerundete Spitze und sind der Standard für den Einmalkatheterismus. Tiemannkatheter mit gebogener Spitze erleichtern das Einführen bei Männern mit vergrößerter Prostata.

Wann ist ein Dauerkatheter gerechtfertigt?

Nur bei strenger Indikation, etwa Harnverhalt ohne Alternative oder zur Bilanzierung bei Schwerkranken. Die KRINKO verlangt die tägliche Prüfung der Notwendigkeit und den frühestmöglichen Verzicht.

Quellen

  1. Deutsche Kontinenz Gesellschaft: Richtige Hilfsmittelversorgung
  2. GKV-Spitzenverband: Hilfsmittelverzeichnis (Produktgruppe 15 Inkontinenzhilfen)
  3. Verbraucherzentrale: Inkontinenzhilfen auf Rezept, wann die gesetzliche Krankenkasse zahlt
  4. DNQP: Expertenstandard Kontinenzförderung in der Pflege
  5. KRINKO: Prävention und Kontrolle Katheter-assoziierter Harnwegsinfektionen (RKI, Bundesgesundheitsblatt 2015)
  6. § 40 SGB XI Pflegehilfsmittel, gesetze-im-internet.de
  7. BAuA: TRBA 250 Biologische Arbeitsstoffe im Gesundheitsdienst und in der Wohlfahrtspflege