Pflegebedarf
Pflegebedarf und Pflegehilfsmittel für Pflegeeinrichtungen, Pflegedienste und die häusliche Pflege: Inkontinenzprodukte, Lagerung und Fixierung, Alltagshilfen, Mobilitätshilfen, Urinbeutel, Katheter und Hilfen für Bad und WC. Was als Pflegehilfsmittel gilt, wer die Kosten trägt und wie Einrichtungen den Bedarf planen.
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Weitere Kategorien
Einmal-Zahnbürsten6 Produkte
Brechbeutel und Spender5 Produkte
Patientenschuhe und -socken4 Produkte
Verbandnässeschutz4 Produkte
Trinkbecher3 Produkte
Atmung/Lunge3 Produkte
Brillen3 Produkte
Ernährungssonden3 Produkte
Küchenhilfen3 Produkte
Patientenarmbänder2 Produkte
Beinbeutel1 Produkte
Arm/Schulter1 Produkte
Urindrainagen1 Produkte
Bettbögenderzeit nicht lieferbar
Druckmindererderzeit nicht lieferbar
Flaschenderzeit nicht lieferbar
Haltegriffederzeit nicht lieferbar
Wickeltischauflagenderzeit nicht lieferbarWas Pflegebedarf umfasst
Pflegebedarf ist alles, was die Grundpflege, die Mobilisation und die Sicherheit pflegebedürftiger Menschen unterstützt. Das Sortiment folgt den Pflegeaufgaben des Tages.
- Ausscheidung: Inkontinenzprodukte wie Einlagen, Vorlagen, Pants und Bettschutz, Urinbeutel, Beinbeutel, Ballonkatheter, Stechbecken und Urinflaschen.
- Lagerung und Mobilität: Lagerung und Fixierung mit Lagerungskissen, Dekubitusprophylaxe und Fixiersystemen, Mobilitätshilfen wie Gehhilfen und Rollatoren, Hilfen für Bad und WC.
- Essen und Trinken: Schnabeltassen, Medizinbecher, Küchenhilfen, Ernährungssonden.
- Alltag und Sicherheit: Alltagshilfen, Patientenarmbänder, Brechbeutel, Einmal-Zahnbürsten, Verbandnässeschutz, Wickeltischauflagen.
- Atmung: Masken, Sauerstoffzubehör und Druckminderer für die Versorgung zu Hause und auf Station.
Hygieneartikel wie Einmalhandschuhe, Schutzschürzen und Desinfektionsmittel, die in der Pflege täglich verbraucht werden, finden Sie im Bereich Hygiene.
Pflegehilfsmittel: Definition und Kostenträger
Pflegehilfsmittel sind nach § 40 SGB XI Geräte und Sachmittel, die zur Erleichterung der Pflege oder zur Linderung der Beschwerden des Pflegebedürftigen beitragen oder ihm eine selbstständigere Lebensführung ermöglichen. Anspruch hat, wer einen Pflegegrad hat und zu Hause oder in einer Wohngemeinschaft gepflegt wird. Die Pflegekasse unterscheidet zwei Gruppen.
Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel wie saugende Bettschutzeinlagen zum Einmalgebrauch, Einmalhandschuhe, Mundschutz, Schutzschürzen sowie Hände- und Flächendesinfektionsmittel erstattet die Pflegekasse bis zu 42 Euro im Monat, ohne ärztliche Verordnung und auch als Kostenerstattung. Technische Pflegehilfsmittel wie Pflegebetten, Lagerungshilfen, Toilettensitzerhöhungen oder Hausnotrufsysteme werden vorrangig leihweise überlassen, bei Kauf mit einer Zuzahlung von zehn Prozent, höchstens 25 Euro je Hilfsmittel.
Welche Produkte als Pflegehilfsmittel gelten, legt das Pflegehilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbands fest, das Teil des Hilfsmittelverzeichnisses ist. Inkontinenzprodukte sind dort nicht als Pflegehilfsmittel, sondern als Hilfsmittel der Krankenversicherung gelistet und werden ärztlich verordnet. Einrichtungen der stationären Pflege beschaffen den Pflegebedarf im Rahmen ihres Versorgungsauftrags selbst.
Inkontinenz: Saugstärke, Passform, Hautschutz
Inkontinenzprodukte werden nach Saugleistung und Versorgungsform ausgewählt. Einlagen und Vorlagen mit Fixierhose eignen sich für leichte bis mittlere Inkontinenz und mobile Personen, Pants für aktive Menschen, die das Produkt selbst wechseln, Inkontinenzslips mit Klettverschluss für schwere Inkontinenz und bettlägerige Pflegebedürftige. Bettschutzeinlagen sichern Matratze und Wäsche.
Entscheidend für Hautgesundheit und Kosten ist die richtige Größe: Ein zu großes Produkt lässt Feuchtigkeit entweichen, ein zu kleines drückt. Die Hüft- und Taillenmaße auf der Verpackung sind verbindlicher als Kleidergrößen. Der Expertenstandard Kontinenzförderung des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege beschreibt, wie Einrichtungen Kontinenzprofile erheben und die Versorgung individuell planen.
Zur Ausscheidungspflege gehören auch Urinbeutel mit Ablaufhahn und Beinbeutel für katheterisierte Personen, Stechbecken und Urinflaschen für bettlägerige Patienten sowie Hautschutz und Reinigung ohne Wasser für die tägliche Intimpflege.
Lagerung, Dekubitusprophylaxe und Fixierung
Druckgeschwüre entstehen dort, wo Gewebe längere Zeit ohne Entlastung belastet wird. Der Expertenstandard Dekubitusprophylaxe verlangt eine systematische Risikoeinschätzung, Bewegungsförderung und druckverteilende Hilfsmittel. Lagerungskissen, Keile, Rollen und Fersenschoner entlasten Fersen, Kreuzbein und Hüfte, Wechseldruck- und Weichlagerungssysteme ergänzen die Umlagerung bei hohem Risiko.
Fixiersysteme dürfen nur mit rechtlicher Grundlage eingesetzt werden: entweder mit Einwilligung der Person oder mit richterlicher Genehmigung nach § 1831 BGB, und immer als letztes Mittel nach Prüfung von Alternativen. Einrichtungen dokumentieren Anordnung, Dauer und Überwachung. Bauchgurte, Bettgitter und Sitzhosen müssen als Medizinprodukte für den Zweck zugelassen sein und werden nach Herstellerangabe angelegt.
Röntgen- und Operationslagerungshilfen sowie Lagerungsmaterial für Praxen finden Sie unter Praxisausstattung, Positionierungshilfen für die häusliche Pflege in dieser Kategorie.
Mobilität, Bad und Alltag
Gehhilfen, Rollatoren und Gehgestelle halten Menschen mobil und senken das Sturzrisiko. Auswahlkriterien sind Belastbarkeit, Höhenverstellung, Bremsen und Sitzfläche. Der Expertenstandard zur Erhaltung und Förderung der Mobilität betont, dass Hilfsmittel die Bewegung unterstützen und nicht ersetzen sollen; die Anpassung an die Person ist entscheidend.
Im Bad senken Toilettensitzerhöhungen, Duschhocker, Badewannenbretter und Haltegriffe das Sturzrisiko und ermöglichen die selbstständige Körperpflege. Alltagshilfen wie Greifzangen, Strumpfanzieher, Knöpfhilfen und Besteck mit verdicktem Griff erhalten Selbstständigkeit bei eingeschränkter Kraft und Beweglichkeit. Schnabeltassen, Trinkhilfen und Medizinbecher unterstützen bei Schluckstörungen und bei der Medikamentengabe.
Bedarf planen für Einrichtungen und Pflegedienste
Pflegeeinrichtungen planen den Bedarf über die Bewohnerstruktur: Anzahl der Personen mit Inkontinenz und ihre Versorgungsform, Dekubitusrisiko, Mobilität, Ernährung. Daraus ergeben sich Monatsmengen für Einlagen, Bettschutz, Handschuhe und Schürzen, die als Rahmenmengen deutlich günstiger sind. Pflegedienste halten Sortimente für die häusliche Versorgung bereit und beraten Angehörige zur Beantragung bei der Pflegekasse.
Für Heime, ambulante Dienste und Wohngruppen erstellen wir Angebote mit festen Konditionen und liefern auf Rechnung. Datenblätter, Größentabellen und Herstellerangaben stehen an jedem Artikel.
Häufige Fragen aus Praxis und Klinik
Was ist der Unterschied zwischen Hilfsmitteln und Pflegehilfsmitteln?
Hilfsmittel nach SGB V gleichen eine Behinderung oder Krankheit aus und werden ärztlich verordnet, die Krankenkasse zahlt. Pflegehilfsmittel nach § 40 SGB XI erleichtern die Pflege bei vorhandenem Pflegegrad, die Pflegekasse zahlt, eine Verordnung ist nicht nötig.
Welche Pflegehilfsmittel zum Verbrauch werden erstattet?
Saugende Bettschutzeinlagen zum Einmalgebrauch, Einmalhandschuhe, Fingerlinge, Mundschutz, Schutzschürzen sowie Hände- und Flächendesinfektionsmittel, zusammen bis 42 Euro im Monat bei Pflege zu Hause.
Sind Inkontinenzeinlagen Pflegehilfsmittel?
Nein. Inkontinenzprodukte sind Hilfsmittel der Krankenversicherung und werden bei mittlerer bis schwerer Inkontinenz ärztlich verordnet. Die Pauschale für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch deckt sie nicht ab.
Wie finde ich die richtige Größe bei Inkontinenzprodukten?
Über Hüft- und Taillenumfang laut Größentabelle des Herstellers, nicht über die Kleidergröße. Die Saugstärke richtet sich nach Urinmenge und Wechselintervall; Tropfensymbole auf der Packung geben die Orientierung.
Wann dürfen Fixierungen in der Pflege eingesetzt werden?
Nur als letztes Mittel bei erheblicher Gefahr, mit Einwilligung der Person oder richterlicher Genehmigung, zeitlich begrenzt, dokumentiert und mit engmaschiger Überwachung. Alternativen wie Niedrigbetten, Sensormatten und Bewegungsförderung sind vorher zu prüfen.
Was gehört zur Dekubitusprophylaxe an Hilfsmitteln?
Druckverteilende Matratzen und Auflagen, Lagerungskissen und Keile, Fersenschoner sowie bei hohem Risiko Wechseldrucksysteme. Sie ergänzen die regelmäßige Umlagerung und Bewegungsförderung, ersetzen sie aber nicht.
Quellen
- § 40 SGB XI Pflegehilfsmittel und wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, gesetze-im-internet.de
- GKV-Spitzenverband: Hilfsmittel- und Pflegehilfsmittelverzeichnis
- DNQP: Expertenstandards in der Pflege (Dekubitusprophylaxe, Kontinenzförderung, Mobilität)
- BAuA: TRBA 250 Biologische Arbeitsstoffe im Gesundheitsdienst und in der Wohlfahrtspflege
- KRINKO: Händehygiene in Einrichtungen des Gesundheitswesens (RKI, 2016)
















