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Reanimation

Reanimation und Defibrillation für Praxis, Pflegeeinrichtung und Betrieb: automatisierte externe Defibrillatoren mit Elektroden, Batterien, Wandschränken und Beschilderung. Wie ein AED in die Reanimation eingebunden wird, was die Betreiberverordnung verlangt und wie Betriebe die Anschaffung organisieren.

Die wichtigsten Kategorien

Der AED in der Rettungskette

Beim plötzlichen Herzstillstand zählt jede Minute: Mit jeder Minute ohne Defibrillation sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit bei Kammerflimmern deutlich. Die Reanimationsleitlinien des German Resuscitation Council setzen deshalb auf die Kette aus Notruf, Thoraxkompressionen, früher Defibrillation und professioneller Hilfe. Ein automatisierter externer Defibrillator analysiert den Herzrhythmus selbst, gibt nur bei defibrillierbarem Rhythmus einen Schock frei und führt Anwender per Sprache und Anzeige durch die Reanimation.

Defibrillatoren für Praxis, Pflege und Betrieb sind halbautomatisch mit Schocktaste oder vollautomatisch mit selbstständiger Schockabgabe, mit Erwachsenen- und Kinderelektroden, Sprachführung, Feedback zur Drucktiefe und Ereignisspeicher. Zubehör sind Ersatzelektroden, Batterien, Wandkästen mit Alarm, Beschilderung nach ISO 7010 und Notfallsets mit Beatmungsmaske, Schere und Handschuhen.

Defibrillator-Elektroden ansehen

Betreiberpflichten nach Medizinprodukte-Betreiberverordnung

Defibrillatoren sind aktive Medizinprodukte der Anlage 1 der Medizinprodukte-Betreiberverordnung. Der Betreiber führt ein Medizinproduktebuch mit Einweisung, Funktionsprüfungen, Wartungen und Vorkommnissen, weist das Personal ein und lässt alle zwei Jahre eine sicherheitstechnische Kontrolle nach § 11 durchführen, sofern der Hersteller keine kürzeren Fristen vorgibt. Für AED, die für die Anwendung durch Laien bestimmt sind, sieht die Verordnung Erleichterungen bei der Einweisungspflicht vor, das Medizinproduktebuch und die Kontrolle bleiben.

Elektroden und Batterien tragen ein Verfallsdatum und werden nach Plan gewechselt; die meisten Geräte führen tägliche Selbsttests durch und zeigen den Status an. Nach jedem Einsatz werden Elektroden ersetzt, der Ereignisspeicher ausgelesen und das Gerät geprüft.

Medi-Trace Cadence RTS Multifunktions-Elektroden (5 Paar)

Auswahl und Bestellung

Bei der Auswahl zählen Sprachführung in Deutsch, Kinderelektroden oder Kindermodus, Feedback zur Druckqualität, Batterie- und Elektrodenlaufzeit, Folgekosten und Service. Wir stellen AED-Pakete mit Wandkasten, Beschilderung, Notfallset und Ersatzverbrauchsmaterial zusammen und beraten zu Standort und Betreiberpflichten; Praxen, Pflegeeinrichtungen, Schulen und Betriebe bestellen auf Rechnung. Technische Daten und Laufzeiten stehen am Artikel.

Einmal-Multifunktions-Defi-Elektroden röntgenfähig für Erw. über 25kg (1 Paar)

Häufige Fragen aus Praxis und Klinik

Darf jeder einen AED benutzen?

Ja. Automatisierte externe Defibrillatoren sind für Laien konzipiert, analysieren den Rhythmus selbst und geben nur bei Bedarf einen Schock frei. Die Sprachführung leitet durch den Einsatz.

Braucht ein AED eine sicherheitstechnische Kontrolle?

Ja, alle zwei Jahre nach § 11 der Medizinprodukte-Betreiberverordnung, dazu ein Medizinproduktebuch und die Einweisung des Personals; für Laiengeräte gelten Erleichterungen bei der Einweisung.

Halbautomatisch oder vollautomatisch?

Halbautomatische Geräte verlangen das Drücken der Schocktaste, vollautomatische geben den Schock nach Warnung selbst ab. Für Laien und Betriebe sind beide geeignet, entscheidend sind Training und Verfügbarkeit.

Wie lange halten Elektroden und Batterien?

Elektroden meist zwei bis fünf Jahre, Batterien zwei bis fünf Jahre je nach Gerät. Beide tragen ein Verfallsdatum, das Gerät meldet den Wechsel; nach jedem Einsatz werden Elektroden ersetzt.

Wo wird der AED aufgehängt?

Zentral, jederzeit zugänglich, beschildert, in maximal wenigen Minuten Fußweg von jedem Arbeitsplatz, im Wandkasten mit Alarm. Standorte werden dem Team bekannt gemacht.

Wie tief und wie schnell wird bei der Reanimation gedrückt?

5 bis 6 cm tief bei 100 bis 120 Kompressionen pro Minute, im Verhältnis 30 Kompressionen zu 2 Beatmungen, mit möglichst wenigen Unterbrechungen.

Quellen

  1. German Resuscitation Council: Leitlinien zur Reanimation
  2. DGUV Information 204-010 Automatisierte Defibrillation im Rahmen der betrieblichen Ersten Hilfe
  3. DGUV Fachbereich Erste Hilfe: Themenfeld AED
  4. Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV) § 11 Sicherheitstechnische Kontrollen
  5. MPBetreibV Anlage 1: Medizinprodukte mit sicherheitstechnischen Kontrollen
  6. KV Nordrhein: Hinweise zur Ausstattung des Notfallkoffers