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Beatmung und Intubation

Beatmung und Intubation für Notfall, Praxis und Klinik: Beatmungsbeutel und Masken, Guedel-Tuben, Larynxmasken, Endotrachealtuben, Laryngoskope, Absaugpumpen und Filter. Welche Atemwegshilfe zu welcher Situation passt, was die Reanimationsleitlinien empfehlen und wie Sie Beatmungsbedarf vorhalten und aufbereiten.

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Stufen der Atemwegssicherung

Die Atemwegssicherung folgt einer Stufenfolge, die sich nach Situation und Übung des Anwenders richtet. Die Reanimationsleitlinien des German Resuscitation Council stellen die Beutel-Masken-Beatmung an den Anfang, empfehlen supraglottische Atemwegshilfen für Anwender ohne Intubationsroutine und behalten die endotracheale Intubation Geübten vor.

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Supraglottische Atemwegshilfen

Larynxmasken und Larynxtuben werden blind, ohne Laryngoskop, in den Rachen eingeführt und dichten oberhalb des Kehlkopfs ab. Sie sind schneller und mit weniger Übung zu platzieren als ein Endotrachealtubus und erlauben eine effektivere Beatmung als die Maske allein; die Leitlinien empfehlen sie für Ersthelfer im Rettungsdienst und in Einrichtungen ohne Intubationsroutine. Larynxmasken der zweiten Generation mit Magenkanal lassen das Absaugen von Mageninhalt zu und erhöhen die Sicherheit bei nicht nüchternen Patienten.

Die Größe richtet sich nach dem Körpergewicht, die Tabellen der Hersteller stehen auf der Packung. Supraglottische Hilfen sind sterile Einmalprodukte; Mehrwegmodelle aus Silikon werden nach Herstellerangabe aufbereitet und haben eine begrenzte Zahl von Anwendungen.

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Absaugung und Sauerstoff

Blut, Sekret und Erbrochenes verlegen die Atemwege. Eine Absaugpumpe mit ausreichender Saugleistung, Yankauer-Sauger für den Mund und Absaugkatheter in Größen nach Charrière für Tubus und Nase gehören in jede Notfallausstattung. Elektrische Pumpen mit Akku sind Standard, manuelle Absaugpumpen dienen als Rückfalllösung und für den Hausbesuch. Sekretbehälter, Filter und Schläuche werden nach Gebrauch gewechselt oder aufbereitet.

Absaugpumpen und Beatmungsgeräte zur maschinellen Beatmung sind aktive Medizinprodukte nach Medizinprodukte-Betreiberverordnung; Geräte zur maschinellen Beatmung stehen in Anlage 1 mit Medizinproduktebuch und sicherheitstechnischen Kontrollen. Sauerstoff mit Druckminderer, Masken und Nasenbrillen finden Sie unter Sauerstofftherapie.

Sauerstoffkatheter ansehen

Häufige Fragen aus Praxis und Klinik

Welche Beatmungsbeutel braucht eine Hausarztpraxis?

Einen Erwachsenenbeutel mit Reservoir und Masken in zwei Größen, bei Kinderpatienten zusätzlich einen Kinderbeutel mit Überdruckventil und Kindermasken, dazu Guedel-Tuben in mehreren Größen.

Larynxmaske oder Endotrachealtubus?

Die Larynxmaske ist ohne Laryngoskop und mit wenig Übung zu platzieren und für Praxen und Pflegeeinrichtungen die empfohlene Atemwegshilfe. Der Tubus sichert den Atemweg am besten, verlangt aber regelmäßige Übung.

Wie wird die Größe des Guedel-Tubus bestimmt?

Der Tubus reicht vom Mundwinkel bis zum Ohrläppchen oder Kieferwinkel. Ein zu kurzer Tubus drückt die Zunge zurück, ein zu langer reizt den Kehlkopf.

Passen Spatel und Griffe verschiedener Hersteller zusammen?

Ja, wenn beide der genormten Schnittstelle nach DIN EN ISO 7376 entsprechen. Warmlicht- und Kaltlichtsysteme sind untereinander nicht kombinierbar.

Wie werden Beatmungsbeutel aufbereitet?

Silikon-Mehrwegbeutel werden zerlegt, gereinigt, desinfiziert und im Autoklaven sterilisiert, nach der KRINKO-Empfehlung und der Herstelleranleitung. Einmalbeutel werden nach Gebrauch entsorgt.

Braucht eine Absaugpumpe sicherheitstechnische Kontrollen?

Absaugpumpen sind aktive Medizinprodukte mit Bestandsverzeichnis und Wartung nach Herstellerangabe. Sicherheitstechnische Kontrollen nach Anlage 1 gelten für Geräte zur maschinellen Beatmung.

Quellen

  1. German Resuscitation Council: Leitlinien zur Reanimation
  2. KRINKO und BfArM: Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung von Medizinprodukten (RKI, 2012)
  3. DIN EN ISO 7376:2020-12 Anästhesie- und Beatmungsgeräte, Laryngoskope für Trachealintubation (DIN Media)
  4. MPBetreibV Anlage 1: Medizinprodukte mit sicherheitstechnischen Kontrollen
  5. Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV) § 14 Bestandsverzeichnis
  6. KV Nordrhein: Hinweise zur Ausstattung des Notfallkoffers