Analysenwaagen
Analysenwaagen für Labor und Pharmazie: KERN ABP und ADS mit 0,1 mg Ablesbarkeit, Windschutz und interner Justierautomatik, GLP-Protokollierung und Touch-Bedienung, auf Rechnung bestellen.
Analysenwaagen im Sortiment: 0,1 mg und feiner
Die Analysenwaage ist die hochauflösende Laborwaage mit 0,1 mg Ablesbarkeit und Windschutz, gebaut für die exakte Einwaage kleinster Mengen. Wir führen die Analysenwaagen von KERN, darunter die Serie ABP mit 100 bis 300 g Wägebereich in mehreren Ablesbarkeiten und die Serie ADS mit Touch-Bedienung und GLP-Protokollierung. Modelle mit einem Buchstaben M im Namen tragen eine Bauartzulassung, Ausführungen mit Semi-Mikro-Auflösung gehen bis 0,01 mg. Alle Analysenwaagen haben einen Glaswindschutz, eine interne Justierautomatik und eine ableitfähige Wägeplatte, die statische Aufladung vermeidet. Für Pharmazie, analytische Chemie und akkreditierte Labore ist die Analysenwaage das zentrale Wägegerät.

Analysenwaage oder Präzisionswaage
Der Unterschied liegt in Auflösung und Einsatz. Die Analysenwaage löst 0,1 mg und feiner auf, hat immer einen Windschutz und ist für kleinste Einwaagen in Forschung, Pharmazie und Qualitätskontrolle gedacht. Die Präzisionswaage löst 1 mg bis 100 mg auf, trägt oft größere Lasten und ist der Allrounder für Rezeptur, Probenvorbereitung und Dosierung. Wer Substanzen im Milligramm- und Mikrogrammbereich einwiegt, braucht die Analysenwaage; wer im Gramm- und Zehntelgrammbereich arbeitet, ist mit der Präzisionswaage schneller und günstiger bedient. Die Mindesteinwaage entscheidet: Sie sollte deutlich über der Einwaage liegen, sonst wird der relative Fehler zu groß und das Ergebnis unbrauchbar.
Der Wägeraum: Aufstellung für höchste Genauigkeit
Eine Analysenwaage erreicht ihre Genauigkeit nur am richtigen Standort. Sie steht auf einem schweren, schwingungsfreien Wägetisch an einer Innenwand, fern von Tür, Fenster, Heizung, Klimaauslass und Laufwegen, ausnivelliert nach der Libelle und an die Raumtemperatur akklimatisiert. Luftzug, Temperaturschwankungen, Vibration und statische Aufladung sind die Feinde der genauen Wägung: Der Glaswindschutz bleibt beim Ablesen geschlossen, Proben und Gefäße werden vor dem Wiegen temperiert und entladen. In klimatisierten Wägeräumen mit konstanter Temperatur und Luftfeuchte arbeitet die Analysenwaage am stabilsten. Vor jeder Messreihe wird justiert und mit einem Prüfgewicht der passenden Klasse kontrolliert.
Justierung, Kalibrierung und Eichung
Drei Begriffe sind zu trennen. Die Justierung stellt die Waage aktiv auf den richtigen Wert; Analysenwaagen mit interner Justierautomatik justieren temperatur- und zeitgesteuert selbst mit einem eingebauten Gewicht. Die Kalibrierung stellt die Abweichung fest und dokumentiert sie im Kalibrierschein, ohne die Waage zu verändern; eine DAkkS-Kalibrierung nach DIN EN ISO/IEC 17025 ist international anerkannt und für akkreditierte Labore und Audits nötig. Die Eichung ist die gesetzliche Prüfung nach dem Mess- und Eichgesetz, die im geschäftlichen und amtlichen Verkehr sowie bei bestimmten Anwendungen im Gesundheitswesen vorgeschrieben ist. Wer die Waage in einem geregelten Umfeld betreibt, plant Justierung, regelmäßige Kalibrierung und gegebenenfalls Eichung von Beginn an ein.
Dokumentation, GLP und Compliance
Im pharmazeutischen und akkreditierten Labor zählt die rückverfolgbare Dokumentation jeder Wägung. Analysenwaagen mit GLP- und ISO-Protokollierung drucken oder übertragen Datum, Uhrzeit, Geräte- und Nutzerkennung sowie den Wägewert und erfüllen so die Anforderungen der Guten Laborpraxis. Über RS-232, USB und Netzwerk gehen die Daten direkt in die Laborsoftware, was Übertragungsfehler vermeidet und die Nachvollziehbarkeit sichert. Die Apothekenbetriebsordnung verlangt für die Herstellung von Rezepturarzneimitteln eine geeignete, geprüfte Waage und die Dokumentation der Einwaage. Funktionen wie Rezeptur, Dichtebestimmung und Prozentwägung unterstützen die tägliche Laborarbeit und werden mitprotokolliert.
Wägen kleinster Mengen richtig durchführen
Die Genauigkeit einer Analysenwaage nützt nur bei richtiger Technik. Gewogen wird mit Pinzette und Wägeschiffchen, nicht mit bloßen Fingern, weil Fingerabdrücke, Feuchtigkeit und Wärme das Ergebnis verändern. Das Wägegut wird mittig auf die Platte gesetzt, der Windschutz geschlossen und der Stillstand abgewartet. Vor der Einwaage wird die Waage genullt und bei Bedarf tariert, das Leergewicht des Gefäßes wird abgezogen. Hygroskopische und flüchtige Substanzen werden zügig und in geschlossenen Gefäßen gewogen, weil sie Feuchtigkeit ziehen oder verdampfen. Statische Aufladung von Kunststoffgefäßen wird mit einem Ionisator abgebaut. Nach der Wägung wird die Platte gereinigt, verschüttetes Material sofort entfernt.
Zubehör: Windschutz, Prüfgewichte, Ionisator
Zur Analysenwaage gehört das passende Zubehör. Der Glaswindschutz ist bei 0,1 mg unverzichtbar und Teil des Geräts. Prüfgewichte der Klasse E2 dienen der Kontrolle und der externen Justierung, weil sie eine sehr geringe Toleranz haben, die zur Auflösung der Analysenwaage passt. Ein Ionisator baut statische Ladung von Proben und Gefäßen ab, die sonst die Anzeige um Milligramm verfälscht. Wägeschiffchen, Pinzetten und antistatische Wägegefäße erleichtern die Handhabung, ein Unterflurhaken erlaubt die Dichtebestimmung. Für die Dokumentation sorgen Datenkabel und Protokolldrucker. Wer das Zubehör mitbestellt, macht die Waage von Beginn an prüf-, dokumentations- und einsatzfähig.
Anwendungsbereiche in Pharmazie, Chemie und Forschung
Die Analysenwaage arbeitet überall dort, wo kleinste Mengen exakt bestimmt werden. In der Apotheke wiegt sie Wirkstoffe für Rezepturen und Defekturen auf das Zehntelmilligramm ein und protokolliert die Einwaage. In der analytischen Chemie bereitet sie Standards, Reagenzien und Proben für Titration, Chromatographie und Spektroskopie vor. In der Forschung und im Qualitätslabor bestimmt sie Probenmassen, Füllmengen und Restfeuchte. In akkreditierten Laboren nach DIN EN ISO/IEC 17025 sichert die dokumentierte, kalibrierte Wägung die Gültigkeit der Ergebnisse. Wer die Anwendung kennt, wählt Wägebereich und Ablesbarkeit passend: 100 bis 200 g reichen für die meisten Einwaagen, die Semi-Mikro-Auflösung von 0,01 mg für die Spurenanalytik.
Analysenwaage kaufen: Modelle, Preise und Lieferung
Im Shop lassen sich Analysenwaagen nach Wägebereich, Ablesbarkeit und Ausstattung filtern und auf Rechnung bestellen. Die Preise liegen je nach Auflösung und Ausstattung im mittleren bis oberen vierstelligen Bereich. Wer eine Analysenwaage kaufen möchte, findet Max, Ablesbarkeit, Mindesteinwaage, Justierung und Schnittstellen am Artikel; passende Prüfgewichte und die DAkkS-Kalibrierung sind wählbar. Für Labore, Apotheken, Forschung und Industrie liefern wir gegen Rechnung, Kalibrierschein und Einweisung auf Wunsch. Ergänzend führen wir Laborwaagen, Mikroskope und Zentrifugen für die komplette Laborausstattung.
Häufige Fragen aus Praxis und Klinik
Analysenwaage oder Präzisionswaage?
Die Analysenwaage löst 0,1 mg und feiner auf und hat einen Windschutz, für kleinste Einwaagen. Die Präzisionswaage mit 1 bis 100 mg ist der Allrounder für Rezeptur und Probenvorbereitung.
Warum braucht die Analysenwaage einen Windschutz?
Schon leichte Luftbewegung verfälscht die Anzeige bei 0,1 mg Auflösung. Der Glaswindschutz bleibt beim Ablesen geschlossen.
Was ist die Mindesteinwaage?
Die kleinste Menge, die noch mit ausreichender Genauigkeit gewogen werden kann. Die Einwaage sollte deutlich darüber liegen, sonst wird der relative Fehler zu groß.
Brauche ich eine DAkkS-Kalibrierung?
Für akkreditierte Labore und strenge Audits ja, sie ist international anerkannt nach DIN EN ISO/IEC 17025. Für weniger kritische Anwendungen genügt der Werkskalibrierschein.
Wo kann ich Analysenwaagen auf Rechnung kaufen?
In unserem Shop bestellen Labore, Apotheken und Forschung Analysenwaagen von KERN auf Rechnung, wahlweise mit DAkkS-Kalibrierschein und Einweisung.











































