Professionelle Hygiene für Unternehmen, Praxen und Einrichtungen
  • Kauf auf Rechnung für Einrichtungen
  • Über 6 Mio. verkaufte Produkte europaweit
  • Google 4,7 von 5

Spritzen

Spritzen für Praxis, Klinik, Pflege und Labor: Standard-Einmalspritzen von 1 bis 60 ml, Insulinspritzen, Tuberkulinspritzen, Metallspritzen und Druckinjektoren. Zweiteilig oder dreiteilig, Luer oder Luer-Lock, welche Spritze zu welcher Anwendung passt und was Normen und Hygiene vorgeben.

Die wichtigsten Kategorien

Weitere Kategorien

Spritzenarten und Einsatz

  • Standard-Einmalspritzen: sterile Spritzen aus Polypropylen in 1, 2, 3, 5, 10, 20, 30, 50 und 60 ml, zweiteilig ohne oder dreiteilig mit Gummikolbendichtung, mit Luer- oder Luer-Lock-Ansatz, zentrisch oder exzentrisch.
  • Insulinspritzen: Feindosierspritzen mit Skala in internationalen Einheiten und fest montierter oder aufsetzbarer Kanüle.
  • Tuberkulinspritzen: 1-ml-Spritzen mit feiner Teilung für intrakutane Tests, Allergiediagnostik und kleinste Dosen.
  • Metallspritzen: sterilisierbare Mehrwegspritzen aus Edelstahl für Spülungen und die Tiermedizin.
  • Druckinjektoren: Injektionshilfen für Kontrastmittel und definierte Injektionsdrücke.

Kanülen, Infusionsbestecke und Blutentnahmesysteme finden Sie in den Nachbarkategorien des Bereichs Infusion und Injektion.

Standard-Einmalspritzen ansehen

Insulin- und Feindosierspritzen

Insulinspritzen tragen eine Skala in Einheiten für Insulin U-100 oder U-40; die Verwechslung der Konzentration führt zu Fehldosierungen, deshalb wird die Spritze zur Insulinkonzentration gewählt und die Skala vor jeder Injektion geprüft. Spritzen mit fest montierter, dünner Kanüle und kurzer Länge sind für die subkutane Injektion gedacht, Pen-Nadeln haben sie in der Praxis weitgehend abgelöst. Tuberkulinspritzen mit 0,01-ml-Teilung dienen intrakutanen Tests und Allergiediagnostik; für Impfungen sind 1- und 2-ml-Spritzen mit Luer-Lock üblich.

Totraumarme Spritzen mit Kolben, der bis in den Konus reicht, verringern den Restwert und sparen bei teuren Impfstoffen und Medikamenten Dosen.

Ohren- und Spülspritzen ansehen

Spülungen, Ernährung, Sonderanwendungen

Große Spritzen mit 50 oder 60 ml und Katheteransatz dienen Blasenspülungen, Wundspülungen und dem Anspülen von Sonden; sie tragen einen dicken Konus, der nicht auf Luer-Kanülen passt. Für die enterale Ernährung sind Spritzen mit ENFit-Anschluss vorgesehen, die sich nicht mit Luer-Systemen verbinden lassen und Fehlanschlüsse an Venenzugänge ausschließen. Metallspritzen aus Edelstahl sind autoklavierbar und werden nach der KRINKO-Empfehlung zur Aufbereitung von Medizinprodukten aufbereitet; sie sind in Praxis und Tiermedizin für Spülungen und Ohrspülungen in Gebrauch.

Druckinjektoren ansehen

Häufige Fragen aus Praxis und Klinik

Zweiteilige oder dreiteilige Spritze?

Dreiteilig mit Gummidichtung für Feindosierung, Infusionspumpen und viskose Lösungen, weil der Kolben gleichmäßig gleitet. Zweiteilig für einfache Injektionen, Spülungen und das Aufziehen.

Wann Luer-Lock?

Immer, wenn Druck aufgebaut wird oder die Verbindung sich nicht lösen darf: Infusionsleitungen, Dreiwegehähne, Spülungen, Kontrastmittel, Zytostatika, Impfungen mit dicker Kanüle.

Darf eine Spritze mit neuer Kanüle für den nächsten Patienten verwendet werden?

Nein. Rückfluss kontaminiert die Spritze. Spritze und Kanüle sind Einmalprodukte je Patient und Injektion.

U-40 oder U-100 bei Insulinspritzen?

Die Spritze muss zur Konzentration des Insulins passen; U-100 ist in Deutschland Standard, U-40 kommt in der Tiermedizin und bei älteren Präparaten vor. Verwechslung führt zu Fehldosierungen.

Was ist eine Spritze mit Katheteransatz?

Eine große Spritze mit dickem Konus für Blasenkatheter, Sonden und Spülungen. Sie passt nicht auf Luer-Kanülen und schützt so vor versehentlicher Injektion.

Warum ENFit bei Ernährungsspritzen?

ENFit-Anschlüsse nach der Normenreihe ISO 80369 lassen sich nicht mit Luer-Systemen verbinden. So kann Sondennahrung nicht versehentlich in einen Venenzugang gelangen.

Quellen

  1. DIN EN ISO 7886-1:2020-11 Sterile Einmalspritzen für medizinische Zwecke, Teil 1 (DIN Media)
  2. DIN EN ISO 80369-7:2021-08 Verbindungsstücke mit kleinem Durchmesser, Teil 7: Intravaskuläre oder hypodermale Anwendungen (DIN Media)
  3. KRINKO: Anforderungen an die Hygiene bei Punktionen und Injektionen (RKI, 2011)
  4. RKI: Aufbewahrung aufgezogener Medikamente und Nutzung von Mehrdosenbehältnissen
  5. BAuA: TRBA 250 Biologische Arbeitsstoffe im Gesundheitsdienst und in der Wohlfahrtspflege
  6. KRINKO und BfArM: Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung von Medizinprodukten (RKI, 2012)